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Afrikarma
02.05.2014

Elefantenpopulation in Simbabwe sinkt

Lebten unterschiedlichen Schätzungen zufolge zwischen 47.000 und 93.000 Elefanten in dem ostafrikanischen Land, das etwa so groß ist wie Norwegen, sinkt deren Population derzeit fast von Tag zu Tag. Schuld ist die zunehmende Wilderei. Amerikanische Umweltorganisationen sind der Ansicht, dass dies mit dem Wissen und der Billigung staatlicher Stellen passiert. Simbabwe entwickelt sich so zum Zentrum des illegalen Handels mit Elfenbein. Schließlich ist der Marktwert des Elfenbeins eines ausgewachsenen Elefanten vergleichbar mit dem eines Mittelklasse-Neuwagens. Auch die zunehmenden Beziehungen zu China tragen den Organisationen zufolge ihren Teil dazu bei. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt Elfenbein nämlich als Heilmittel. 

Und noch einen ganz anderen Nachteil hat die Wilderei: Wenn der Mensch derart massiv in die Evolution eingreift, verändern sich die Tiere. Evolutionsbiologe Martin Schaefer von der Universität Freiburg sagt mit Blick auf die langjährige Trophäenjagd in den USA: „Die Jäger schossen immer die ältesten Elche, Hirsche oder Dickhornschafe, also die Männchen mit den größten Geweihen und Hörnern. Nach einigen Generationen bildeten die Männchen kleinere Geweihe und Hörner aus.“ Und in Afrika beobachten Wissenschaftler ähnliches: Die Jahrzehnte lang andauernde Wilderei auf Elefanten führt dazu, dass die Dickhäuter kleinere oder gar keine Stoßzähne mehr ausbilden.