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title: "Nashörner in Afrika: Die besten Regionen für Sichtungen"
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description: "Wo lassen sich Spitzmaul- und Breitmaulnashörner beobachten? Die besten Regionen, Unterschiede und Wissenswertes zum Nashornschutz."
author: Afrikarma GmbH
date: 2026-09-09
modified: 2026-10-08
keywords:
  - Afrika
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  - Tierwelt
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  - Tansania
  - Ngorongoro-Krater
  - Blog
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# Nashörner in Afrika: Die besten Regionen für Sichtungen

08.10.2026

Spitzmaul- und Breitmaulnashörner: Die besten Regionen für Beobachtungen
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 Ein Nashorn zwischen dichtem Buschwerk, eine Mutter mit Kalb auf einer offenen Grasfläche oder ein einzelnes Tier am Wasserloch: Nashornbeobachtungen gehören für viele zu den besonderen Momenten einer Safari. Gleichzeitig sind sie längst nicht überall in Afrika selbstverständlich.

In Afrika leben zwei Nashornarten: das Spitzmaulnashorn und das Breitmaulnashorn. Vom Breitmaulnashorn gibt es zwei Unterarten: das südliche und das nördliche Breitmaulnashorn. Während das südliche Breitmaulnashorn heute in mehreren Ländern Afrikas vorkommt, leben vom nördlichen Breitmaulnashorn nur noch zwei Weibchen in der Ol Pejeta Conservancy in Kenia.

Wo und wie gut sich Nashörner beobachten lassen, hängt stark von der jeweiligen Art und dem Schutzgebiet ab. Wir zeigen, was Spitzmaul- und Breitmaulnashörner unterscheidet und welche Regionen besonders gute Chancen auf Sichtungen bieten.

Spitzmaul oder Breitmaul: Was ist der Unterschied?
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Der deutlichste Unterschied zeigt sich am Maul. Breitmaulnashörner ernähren sich hauptsächlich von Gras. Ihre breite, gerade Oberlippe ist darauf ausgelegt, dicht über dem Boden zu grasen. Entsprechend häufig halten sie sich in offenen Graslandschaften und Savannen auf. Sie sind zudem häufiger in kleinen Gruppen anzutreffen.

Spitzmaulnashörner fressen dagegen vor allem Blätter, Zweige und Sträucher. Mit ihrer beweglichen, spitz zulaufenden Oberlippe können sie Pflanzen gezielt greifen. Sie bevorzugen häufig buschreichere Gebiete und leben überwiegend einzelgängerisch. Dadurch sind sie oft schwieriger zu entdecken.

Südafrika: Gute Chancen auf beide Nashornarten
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[Südafrika](https://www.afrikarma.de/laenderinformationen/suedafrika/) beherbergt einen bedeutenden Teil der afrikanischen Nashornbestände und bietet entsprechend gute Möglichkeiten für Sichtungen. Besonders bekannt sind der Krüger-Nationalpark und die angrenzenden privaten Schutzgebiete. Vor allem Breitmaulnashörner können hier beobachtet werden, während Begegnungen mit Spitzmaulnashörnern deutlich seltener sind.

Eine besondere Rolle spielt außerdem der Hluhluwe-iMfolozi-Park in KwaZulu-Natal. Das Schutzgebiet ist eng mit der Rettung des südlichen Breitmaulnashorns verbunden. Mitte des 20. Jahrhunderts lebte hier eine der letzten verbliebenen Populationen. Tiere aus diesem Bestand wurden später in andere Schutzgebiete umgesiedelt und trugen entscheidend zur Erholung der Bestände in weiten Teilen des südlichen Afrikas bei.

Heute leben im Hluhluwe-iMfolozi-Park sowohl Breitmaul- als auch Spitzmaulnashörner.

Namibia: Spitzmaulnashörner zwischen Wüste und Wasserlöchern
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[Namibia](https://www.afrikarma.de/laenderinformationen/namibia/) gehört zu den spannendsten Ländern für die Beobachtung von Spitzmaulnashörnern. Besonders gute Chancen bietet der Etosha-Nationalpark. In der trockenen Landschaft spielen die Wasserstellen eine zentrale Rolle. Einige davon liegen direkt an Camps und können auch nach Einbruch der Dunkelheit beobachtet werden. Mit etwas Glück erscheint dort ein Spitzmaulnashorn zum Trinken.

Ein vollkommen anderes Erlebnis bietet der Nordwesten Namibias. In den kargen Landschaften des Damaralandes leben Spitzmaulnashörner unter extrem trockenen Bedingungen. Die Tiere bewegen sich über große Gebiete auf der Suche nach Nahrung und Wasser. In ausgewählten Regionen werden geführte Rhino-Tracking-Touren angeboten, bei denen die Tiere gemeinsam mit erfahrenen Guides und Trackern gesucht werden.

Kenia: Nashornschutz in Laikipia
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Auch Kenia zählt zu den wichtigsten Ländern für den Nashornschutz. Besonders die privaten und gemeinschaftlich verwalteten Schutzgebiete in [Laikipia](https://www.afrikarma.de/laenderinformationen/kenia/regionen/laikipia-plateau/) spielen dabei eine große Rolle.

Zu den bekanntesten gehört die Ol Pejeta Conservancy. Hier leben sowohl Spitzmaul- als auch südliche Breitmaulnashörner. Ol Pejeta beherbergt außerdem die beiden letzten lebenden nördlichen Breitmaulnashörner. Die beiden Weibchen werden rund um die Uhr geschützt; ein natürliches Fortbestehen dieser Unterart ist nicht mehr möglich.

Auch die Lewa Wildlife Conservancy zählt zu den wichtigen Nashornschutzgebieten Kenias. Durch intensive Überwachung und Schutzmaßnahmen bestehen hier gute Chancen, Spitzmaul- und Breitmaulnashörner während einer Safari zu beobachten.

Tansania: Spitzmaulnashörner im Ngorongoro-Krater
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Wer eine klassische Safari durch den Norden Tansanias plant, hat vor allem im [Ngorongoro-Krater](https://www.afrikarma.de/laenderinformationen/tansania/regionen/ngorongoro-conservation-area/) Chancen auf Spitzmaulnashörner. Die Tiere halten sich regelmäßig auf dem Kraterboden auf und sind dort mitunter bereits aus größerer Entfernung auf den offenen Flächen zu erkennen.

Auch in der Serengeti leben Spitzmaulnashörner. Die Population ist jedoch klein und verteilt sich auf bestimmte Gebiete, sodass Sichtungen deutlich weniger vorhersehbar sind.

Weitere Regionen für Nashornbeobachtungen
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Nashörner wurden in den vergangenen Jahrzehnten in mehreren afrikanischen Ländern wieder angesiedelt. In Sambia beispielsweise lebt im [North-Luangwa-Nationalpark](https://www.afrikarma.de/laenderinformationen/sambia/regionen/north-luangwa-national-park/) wieder eine Population von Spitzmaulnashörnern, nachdem die Art dort infolge intensiver Wilderei vollständig verschwunden war.

Auch [Uganda](https://www.afrikarma.de/laenderinformationen/uganda/) hat mit dem Ziwa Rhino Sanctuary eine neue Population von Breitmaulnashörnern aufgebaut. Die Tiere können dort bei geführten Wanderungen beobachtet werden. In anderen Regionen Afrikas bleiben Nashornsichtungen dagegen selten oder sind aufgrund von Schutzmaßnahmen nur eingeschränkt möglich.

Warum Nashornschutz so aufwendig ist
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Nashörner gehören weiterhin zu den am stärksten bedrohten Großsäugern Afrikas. Besonders der illegale Handel mit Nashornhorn hat die Bestände über Jahrzehnte massiv unter Druck gesetzt. Die [Weltnaturschutzunion IUCN](https://iucn.org/) stuft das Spitzmaulnashorn weiterhin als vom Aussterben bedroht ein, das Breitmaulnashorn als potenziell gefährdet.

Der Schutz ist entsprechend aufwendig. Rangerpatrouillen, Überwachung aus der Luft, Sender, individuelle Identifizierung der Tiere und Umsiedlungen in sichere Schutzgebiete gehören zu den Maßnahmen. In einigen Regionen werden Nashörner zudem enthornt, um das Risiko durch Wilderei zu reduzieren.

Die Entwicklung zeigt jedoch auch, dass konsequenter Schutz Wirkung haben kann. Ende 2024 lebten nach Angaben der IUCN rund 6.800 Spitzmaulnashörner und knapp 15.800 Breitmaulnashörner in Afrika. Während die Bestände der Spitzmaulnashörner zuletzt zunahmen, gingen die Bestände der Breitmaulnashörner wieder zurück.

Wo sind die Chancen auf Nashörner besonders gut?
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Ob Spitzmaul- oder Breitmaulnashorn: Entscheidend ist die Wahl des richtigen Schutzgebiets. Südafrika bietet besonders gute Möglichkeiten für Breitmaulnashörner, während Namibia, Kenia und Tansania zu den interessanten Zielen für Spitzmaulnashörner zählen. Wer beide Arten beobachten möchte, sollte die Route gezielt danach planen.

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