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Ballonfahrt über die Busanga Plains in Sambia

Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Ballonfahrt über die Busanga Plains im nördlichen Kafue National Park. Die Basis für solche Ballonfahrten ist das Shumba Camp, das von Wilderness Safaris betrieben wird.

Die Ballonfahrten werden etwa ab Juli bis zum Saisonende angeboten, weil erst dann die Wasserstände auf den Busanga Plains niedrig genug sind, um alle erdenklich möglichen Landeplätze mit Fahrzeugen erreichen zu können.

Jeweils am Vorabend wird entschieden, ob am folgenden Morgen eine Ballonfahrt durchgeführt werden kann. Dabei spielt das Wetter und vor allem der Wind eine große Rolle. Entscheidend ist nicht die Windrichtung, sondern die Windstärke. Wenn der Wind am Boden mit mehr als 10 km/h weht, steht die Durchführung infrage.

Die Windrichtung entscheidet darüber, ob der Ballonstart in unmittelbarer Nähe des Shumba Camps durchgeführt wird, oder ob man zum Start erst einmal ca. 10 km in eine passende Richtung in die Busanga Plains hinausfahren muss. Für das eigentliche Erlebnis aber spielt das keine Rolle.

Unter Leitung des erfahrenen Piloten Eric Hesemans wird der Ballon für den Start vorbereitet. Der Ballonkorb bietet Platz für bis zu acht Passagiere. Vor dem Start gibt es ausführliche Sicherheitsinstruktionen. Da man während der Fahrt den Wind praktisch nicht spürt, ist es auch nicht sonderlich wichtig, warme Kleidung mitzunehmen. Stattdessen sollte man Wert auf gute Fotoausrüstung legen. Mit großer Wahrscheinlichkeit erlebt man bei oder kurz nach dem Start den Sonnenaufgang. Schon allein dieses Erlebnis ist von seltener Schönheit. Dennoch sind die Lichtverhältnisse auf den Busanga Plains zunächst schlecht. Es empfiehlt sich, lichtstarke Objektive mitzunehmen und auf passende ISO-Einstellungen zu achten.

Die Ballonfahrt an sich führt wider Erwarten nicht exakt geradeaus in Windrichtung, sondern wechselt leicht hin und her, da die Windrichtung in Bodennähe anders sein kann als zum Beispiel in 100 m Höhe. Ebenfalls unerwartet ist die Tatsache, dass die Fahrt teilweise kaum 5 m über dem Boden erfolgt. Wenn in Fahrtrichtung Bauminseln auftauchen, feuert der Pilot seine Gasbrenner, um an Höhe zu gewinnen. Man fährt dann quasi über die Baumwipfel hinweg und kann teilweise sogar in bewohnte Vogelnester hineinschauen. Tree Shaving nennt der Pilot das.

Grundsätzlich kann man während dieser Fahrten praktisch alle Tiere sehen, die in den Busanga Plains leben. Mit Glück entdeckt man in den Bauminseln Leoparden oder Honigdachse. Überall tummelt sich das Großwild, vor allem die allgegenwärtigen Roten Moorantilopen. Aber man sieht auch Zebras, Impalas, Pukus, Büffel und andere Pflanzenfresser.

Manchmal treibt der Wind den Ballon über einen der Hippo Pools hinweg. Man kann sich nicht vorstellen, wie das Wasser in Wallung gerät und wie unter schwimmenden Grasinseln plötzlich vorher nicht sichtbare Nilpferde auftauchen und skeptische Blicke zum Ballon hoch werfen.

Nicht selten sieht man in der Ferne Löwenrudel in der Savanne lagern. Selbst wenn man direkt über sie hinwegfährt, unterscheiden sie sich farblich kaum von dem Gras, durch das sie sich bewegen, auch wenn sie an sich gut sichtbar sind.

Ein weiteres mögliches Highlight könnte die Sichtung einer Elefantenherde sein. Auch die Elefanten drehen sich um, werfen ihre Köpfe hin und her, wedeln mit ihren Ohren, und ändern gegebenenfalls ihre Laufrichtung.

All diese Szenen sind in wunderbares, warmes Licht getaucht. Das Fell der Antilopen schimmerte rötlich, die Morgensonne glänzt auf den nassen Rücken der Nilpferde, weiße Vögel heben sich klar vom Hintergrund ab. Der Blick schweift weit in die Ferne über die scheinbar endlose Savanne mit ihren zahllosen kleinen Bauminseln und Wasserläufen. Es sind klischeehafte, aber absolut einzigartige Bilder.

Unsere persönliche Ballonfahrt gehörte unter allen Erlebnissen, von denen wir aus dem südlichen Afrika berichten können, zu den drei besten (die anderen beiden: Safari im Okavango-Delta und Walking Safari im South Luangwa National Park).

Nützliche Informationen

idealerweise bucht man das Shumba Camp oder das Busanga Bush Camp, die beide von Wilderness Safaris betrieben werden. Gäste dieser beiden Camps erhalten bevorzugt Plätze, sofern die Ballonfahrten mit Rücksicht auf die Wetterverhältnisse auch wirklich durchgeführt werden. Aber auch Besucher des Busanga Plains Camps können vor Ort über das Camp Management eine Anfrage an das Shumba Camp richten. Sofern es noch freie Plätze gibt, werden sie gerne an diese Gäste weitergereicht. Wer großen Wert auf die Teilnahme an einer Ballonfahrt liegt, sollte idealerweise drei Nächte im August, September oder Oktober in den Busanga Plains buchen.

Man muss sehr früh aufstehen, weil die Ballonfahrt praktisch mit Sonnenaufgang beginnt und etwa 50-60 Minuten später endet. Festes Schuhwerk ist ratsam. Bei der Landung kann es etwas holprig zu gehen, und es ist durchaus möglich, dass der Ballonkorb umkippt. Auf diese Möglichkeit wird man rechtzeitig hingewiesen. Das Umkippen ist aber nicht weiter tragisch, weil es im Korb feste Haltegriffe gibt und man mit keinem Schaden rechnen muss. Allerdings muss man dann aus dem seitlich liegenden Korb herauskrabbeln, was einer leichten Gymnastikübung gleichkommt.

Die Ballonfahrten werden von dem kleinen Unternehmen Namibsky unter der Leitung von Eric Hesemans und seiner Frau Nancy Hesemans durchgeführt. Es handelt sich dabei um das selbe Unternehmen, das auch im Sossusvlei in Namibia Ballonfahrten durchführt. Die Ballonfahrt kostet zur Zeit etwa 500 US$ pro Person, ein Betrag, der angesichts des Erlebnisses aus unserer Sicht voll gerechtfertigt ist. Aufgrund der wetterabhängigen Durchführung kann man die Ballonfahrten nicht im Voraus verbindlich buchen. Man kann aber sehr wohl sein Interesse anmelden, das dann gegebenenfalls vor Ort berücksichtigt wird.

Nach der Landung wird ein Bush Breakfast angeboten. Daran schließen sich weitere Aktivitäten an, in der Regel ausführliche Game Drives zurück zum Camp, sofern man nicht ohnehin in seiner Nähe gelandet ist.